Rote Grütze ess ich gerne …

Rote Grütze ess ich gerne …

… „Braune Brötchen bring ich Dir“, „Dubidubidubidubi – Du bist schön“. Mit diesen und ähnlichen Einsing- und Stimmbildungsübungen begann ein fröhliches und zugleich arbeitsintensives Probewochenende des Chores der Volkshochschule. Erwartungsvoll sah sich der Chor am Samstagmorgen seiner neuen Chorleiterin Cecilia Barrios Bulling gegenüber, die mit Corinna Helena Schmitz und Teresa Maria Winkler gleich zwei erfahrene Gesangspädagoginnen zur Unterstützung an ihrer Seite hatte.

Beste organisatorische Bedingungen, vorzügliche musikalische Vorbereitung und hochmotivierte Teilnehmer/innen ließen die beiden Tage erfolgreich und wie im Fluge vergehen. Falls Heinzelmännchen in den Gängen der Heinrich-Mann-Schule gelauscht hätten, wären sie bass erstaunt über den fröhlichen Gesang, der da stundenlang aus den verschiedenen Übungsräumen tönte. Merkwürdige Texte und Tonfolgen entlockte uns Stimmbildnerin Corinna, die allesamt unsere Stimmen formen sollten. Cecilia verstand mit ihrem lateinamerikanischen Temperament unsere Aufmerksamkeit konzentriert zu halten. Bewegung im Kreis, gemischte Aufstellungen gehörten dazu, ebenso wie Gehörtraining.

Danke an alle, die bereit waren, sich am Wochenende für unseren Chorgesang einzubringen. Eine solide Grundlage für die kommende wöchentliche Probearbeit wurde geschaffen.

„Es macht wieder Spass in diesem Chor zu singen“, „Wir haben viel Neues gelernt“, „Super vorbereitete Abstimmung der Übungsleiterinnen“ „Wir freuen uns auf unser erstes Weihnachtskonzert mit Cecilia“ – das sind Meinungen und Eindrücke von Teilnehmer/innen.

Corinna lobte: „Es war mir ein Vergnügen, mit Eurem Chor zu arbeiten. Ich hatte unglaubliche Freude und bin dankbar darüber, dass Ihr alle auf so wunderbare, positive Art und Weise mit mir gemeinsam bereit gewesen seid, die Mammutaufgabe der Konzertvorbereitung anzugehen.“

Dafür hat es sich gelohnt, meine ich.

Text: Christine Damm Fotos: Ute Ramisch, Simone Bräutigam, Gabriele Hoffmann

Auf zur „Goldenen Henne“

Auf zur „Goldenen Henne“

ein Beitrag von Claudia Krüger / Chor der VHS

Am Freitag, den 20.9.2019 war es wieder soweit. Die „Goldene Henne“ wurde in der Leipziger Messehalle vergeben und wir, der Chor der Volkshochschule, waren aktiv dabei.
Doch von vorn. Unser Chor erhielt eine Anfrage, ob wir bei Sebastian Krumbiegels Projekt „Demokratie ist weiblich“ mitwirken wollten. Er plane eine große Performance bei der „Goldenen Henne“, dem größten Publikumspreis im Deutschen Fernsehen. Neben Kindern und Jugendlichen waren auch Chorsänger der etwas älteren Generation gefragt.
Nachdem im Vorfeld alle aktiven Mitsänger akkreditiert wurden, trafen wir uns am Messegelände. Jeder erhielt einen Ausweis als Artist, Künstler der VHS. Diese Bescheinigung ermöglichte uns den Backstage Zutritt.

Wir wurden von der Aufnahmeleiterin empfangen und in die Garderoben gebracht. Es dauerte auch nicht lange bis die erste Bühnenprobe durchgeführt wurde. Sebastian Krumbiegel begrüßte uns und dann standen wir auch schon gemeinsam mit dem MDR-Kinderchor und dem Chor der Universität Leipzig auf der Bühne. Wir erhielten diverse Anweisungen vom Musikredakteur, die Beleuchtung wurde eingestellt, die Kamera wurde positioniert. Schon ertönten die ersten Klänge. Nach zwei Durchläufen war die Probe beendet.
In den vier Stunden Wartezeit bis zum Auftritt erlebten wir hautnah Álvaro Soler, Peter Maffay, Ben Zucker, Beatrice Egli, Vincent Weiss, der am Abend die „Goldene Henne“ als populärster Musiker bekam, und viele, viele andere Prominente.
Endlich war es soweit. Sebastian Krumbiegel wünschte uns viel Glück für den gemeinsamen Auftritt und wir formierten uns auf der Bühne. Kai Pflaume moderierte Sebastian Krumbiegel mit seinem Lied „Demokratie ist weiblich“ an und schon standen wir alle im Rampenlicht und sangen begeistert mit. Es war eine sehr beeindruckende Erfahrung, die uns viel Spaß und Freude bereitet hat.

TV-Erlebnis „Goldene Henne“ – wir waren dabei !

TV-Erlebnis „Goldene Henne“ – wir waren dabei !

Als Sebastian Krumbiegel seinen Song „Demokratie ist weiblich“ schrieb, hat er dabei sicher nicht an unseren Chor gedacht. Doch gab es wohl schon die Idee, die Aussage des Titels mit vielen singenden Menschen unterschiedlicher Generationen zu performen.

Schließlich stand am Abend des 20.9.2019 neben dem MDR-Kinderchor und dem Leipziger Universitätschor auch der Chor der Volkshochschule Leipzig auf der Großen Showbühne der TV-Sendung „Verleihung der Goldenen Henne“. Vor 4500 Zuschauern in Messehalle 1 und einem Millionenpublikum an den Fernsehbildschirmen gab Kai Pflaume in seiner Moderation auch den Namen unseres Chores sowie des Leipziger Chorverbandes bekannt. Dies verkündete er mit einer Botschaft auf das Anfang Mai 2020 zum ersten Mal in Leipzig stattfindende Deutsche Chorfest.

Wow, das war echt beeindruckend! Beeindruckend war auch der Ablauf hinter den Kulissen von der Akkreditierung bis zum Großen Moment auf der Bühne. Kameraprobe, Kleidungsauswahl, „letzter Schliff“ in der Maske … Alles war Neuland für uns und sehr spannend.

Den Promis auf dem Roten Teppich begegneten wir in Augenhöhe, wobei so Mancher ein Autogramm seines Lieblingsstars ergattern konnte. Frank Schöbel saß mit uns locker plaudernd am Tisch in der Cafeteria und drückte die Daumen für unseren Auftritt. Ebenso beeindruckend war der riesige Stab an Verantwortlichen und Mitarbeitern rund um die Sendung und was Backstage so los war.

Und ganz nah dabei – wir Sängerinnen und Sänger vom Chor der Volkshochschule Leipzig mit Unterstützung aus dem Leipziger Chorverband.

Text: Christine Damm

Hier der Link zu unserem Auftritt auf Youtube: Die Demokratie ist weiblich

Singen hält jung – 50 Jahre Chorgesang

Singen hält jung – 50 Jahre Chorgesang

Unsere Mitsängerin Regina Kühn ist der beste Beweis dafür.

Im Jugendchor der „Centrum Spatzen“ entdeckte Regina ihre Freude am Singen. Sie war eine so begeisterte Sängerin, dass ihre Mutter die Chorteilnahme als „Erziehungsmittel“ für den damals recht aufmüpfigen Teenager einsetzte. Die Chorleiter kamen und gingen. Regina blieb. 50 Jahre wurden daraus. Der Chor habe ihr Leben entscheidend geprägt, sei für sie wie eine Familie geworden, sagt sie heute selbst.

Ihre Fröhlichkeit und Begeisterung sind ansteckend. Reginas damalige Chefin im Kindergarten (unsere Uschi Escherich) machte sie ob der vielen Freistellungen für Auftritte und Reisen so neugierig, dass diese später selbst Mitglied im Chor der Volkshochschule wurde. Daraus entstand eine Lebensfreundschaft der Beiden.

Musikalisch eine feste Größe im Alt, bereichert ihr komödiantisches Talent so manche Festlichkeit des Chores.

Glückwunsch, Regina – bleib uns noch lange erhalten !!!

Es gratulieren Dir die Sängerinnen und Sänger Deines Volkshochschulchores

Danke, Ustina

Danke, Ustina

Danke, Ustina, für die reichlich zwei Jahre, in denen Du unseren Chor geleitet hast. Eine schöne, eine intensive Zeit in unserem Chorleben war das. Ging es doch gleich mit Deiner Hochzeit los, an der wir Dich und Nico mit unserem Chorgesang unter Carstens Leitung überraschen durften. Ein weiterer Höhepunkt war unsere gemeinsame Reise zum Internationalen Chorfestival nach Prag. Inzwischen hatte sich familiärer Nachwuchs angekündigt. Im Januar 2018 kam die kleine Lilia zur Welt, die wir alle sofort in unsere Herzen schlossen und die fortan bei so mancher Probe oder Veranstaltung dabei war. Unsere Fahrt zum Anhaltinischen Chorfest in Wernigerode samt unseren schönen Konzerten werden uns ebenso in guter Erinnerung bleiben. Deine charmante und herzerfrischende Art, das Publikum in Konzerte einzubeziehen, werden wir vermissen. Wir wünschen Dir für Dein Masterstudium in Zürich ganz viel Erfolg, Kraft und natürlich Gesundheit, um alle künftigen Aufgaben mit Freude bewältigen zu können.